Die drei Parzen

Die drei Parzen


Details

Künstler
Marco Bigio
Jahr
1535
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
200 × 212 cm

Die Geschichte

Die Geschichte stammt aus Ariosts Rasendem Roland, dem Versepos, dessen endgültige Fassung 1532 in Ferrara erschien. Gegen Ende reist der Ritter Astolfo zum Mond, um Rolands verlorenen Verstand zurückzuholen, und trifft dort die Parzen bei der Arbeit. Rechts spinnt Klotho den weißen Lebensfaden, links wickelt ihn Lachesis auf, und in der Mitte stürzt Atropos mit der Schere vor, um ihn abzuschneiden. Hinter ihnen stehen der Tod mit der Sense und die Natur, als schwarze Frau mit zwei Brustpaaren. Ariost erzählt weiter, dass jeder Name auf ein Plättchen aus Eisen, Silber oder Gold geprägt wird. Die Zeit wirft die Plättchen in die Lethe, den Fluss des Vergessens, und nur wenige retten zwei weiße Schwäne, die Dichter. Sie bringen sie einer Nymphe, der Figur ganz rechts, die sie an eine Säule des Tempels der Unsterblichkeit im Hintergrund heftet. Die beiden Putten vorn spielen mit solchen Plättchen, und auf den goldenen lassen sich die Namen Alfonso und Lucrezia lesen, vielleicht Alfonso d'Este, Herzog von Ferrara, und seine Frau Lucrezia Borgia. 1889 bot eine Sieneser Familie das Bild der königlichen Galerie in Turin als Werk Sodomas an, doch der Gutachter des Ministeriums in Rom widersprach, und aus dem Verkauf wurde nichts.

All das in deiner Tasche. Hol dir die App.