
Giorgione · PD
Die drei Philosophen
Details
Die Geschichte
Giorgione malte dieses Bild um 1509 in Venedig, kurz bevor er jung an der Pest starb. Drei Männer stehen am Rand eines dunklen Waldes bei einer Felshöhle, jeder in einem anderen Alter und anderer Tracht. Ein junger sitzt und misst mit Zirkel und Winkel, ein Mann mittleren Alters im Turban steht daneben, und ein alter Bärtiger hält ein beschriebenes Blatt in der Hand. Was sie bedeuten, ist bis heute nicht geklärt. Manche sehen in ihnen die drei Lebensalter, andere die drei Weisen aus dem Morgenland, die auf den Stern warten, wieder andere Vertreter dreier Kulturen oder Philosophien. Giorgione gab keine Erklärung, und darin liegt der Reiz dieser rätselhaften Malerei, die man in Venedig für kleine Sammlerkabinette schätzte. Das Bild ist wohl unvollendet geblieben, und man nimmt an, dass der junge Sebastiano del Piombo nach Giorgiones Tod Teile davon zu Ende führte. Über der Landschaft steht die Sonne tief, in einem warmen, gedämpften Licht.




