Der Zahnreißer
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Die Geschichte
Um 1630 bis 1635, mit etwa 20 Jahren, malte Gerrit Dou in Leiden diese kleine Holztafel von 32 Zentimetern Höhe. Ein alter Zahnreißer in pelzbesetztem Gewand beugt sich über seinen Patienten, der im Stuhl zusammengesunken ist, die Beine weit von sich gestreckt, die Hände verkrampft. Durch das Rundbogenfenster fällt Licht auf Stuhl, Korb und einen heruntergefallenen Hut. Auf dem Tisch dahinter liegen ein Schädel und eine Geige. Der Louvre hält einen zweiten Sinn für möglich, eine Anspielung auf Vergänglichkeit, Schmerz und Geduld, vielleicht sogar eine Allegorie des Tastsinns. Nach 1683 gelangte das Bild in die Sammlung Ludwigs XIV., und 1709 befand es sich in Marly, seinem Landsitz bei Versailles. 1797 verzeichnete man es in Versailles unter dem Namen Staveren, eines Leidener Malers in Dous Nachfolge.




