Die Dreifaltigkeit und die mystische Pietà

Hans Baldung Grien · PD

Die Dreifaltigkeit und die mystische Pietà


Details

Jahr
1512
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
112,3 × 89,1 cm

Die Geschichte

Baldung signierte und datierte diese Eichentafel 1512, indem er sein Monogramm in den gemalten Marmor des Grabes schnitt, als trüge der Stein es selbst. Das Thema ist alt: ein Gnadenstuhl, in dem Gott Vater den Leib des gekreuzigten Sohnes hält, dazwischen die Taube des Geistes. Diese Formel, um 1400 verbreitet, war zu Baldungs Zeit selten geworden, und er nimmt sie wieder auf und wärmt sie. Statt göttlicher Majestät zeigt er eine ganz menschliche Trauer. Maria und Johannes weinen an den Seiten, und selbst der Vater trägt das Gesicht eines Elternteils, das sein Kind verloren hat. Unten erinnern kleine kniende Stifter und ihre Wappen an die Familie, die die Tafel bestellte. Baldung malt dies am Oberrhein, wenige Jahre bevor Luther den deutschen Streit über Bilder und Erlösung umwälzte.

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