
Hans Baldung Grien
1480–1545 · Heiliges Römisches Reich · Deutsche Renaissance
Die Geschichte
Um 1503 tauchte ein junger Maler aus einer Familie schwäbischer Juristen und Gelehrter in Nürnberg auf und trat in die geschäftigste Werkstatt Deutschlands ein, die Albrecht Dürers. Hans Baldung wurde Dürers bester Schüler, und als der Meister nach Italien aufbrach, überließ er Baldung die Leitung des Ateliers. Die beiden blieben ein Leben lang befreundet, und Dürer handelte noch gegen Ende mit Drucken von ihm.
Doch Baldung führte seine Kunst in Gebiete, die Dürer mied. Neben herkömmlichen Aufträgen, dem größten der Hochaltar des Freiburger Münsters mit 11 gemalten Tafeln, vollendet 1516, wuchs seine Besessenheit von Hexen, Tod und dem weiblichen Akt, oft in ein und demselben Bild. Sein wiederkehrendes Thema ist Der Tod und das Mädchen: eine junge Frau, gepackt von einem verwesenden Leichnam, der sie an Haar oder Haut umklammert. Er zeichnete und druckte Hexensabbate, gerade als die Hexenjagd-Handbücher von den neuen Druckerpressen kamen.
Der Beiname Grien, wohl vom Grün, das er bevorzugte, diente vermutlich dazu, ihn von den anderen Männern namens Hans in Dürers vollem Betrieb zu unterscheiden. Den größten Teil seines Arbeitslebens verbrachte er in Straßburg, bekleidete dort ein städtisches Amt und erlebte noch, wie die Stadt protestantisch wurde.
Werke
9 Werke
Die Lebensalter und der TodHans Baldung Grien, 1541
Die sieben Lebensalter der FrauHans Baldung Grien, 1544
Hochaltar des Freiburger MünstersHans Baldung Grien, 1516
Die Dreifaltigkeit und die mystische PietàHans Baldung Grien, 1512
Eva, die Schlange und der TodHans Baldung Grien, 1510
Adam und EvaHans Baldung Grien, 1520
Der Tod und das Mädchen (Baldung)Hans Baldung Grien, 1517
Herkules und AntäusHans Baldung Grien, 1531
Bildnis eines MannesHans Baldung Grien, 1514