
Peter Paul Rubens · PD
Das apokalyptische Weib
Details
Die Geschichte
Als der Freisinger Fürstbischof Veit Adam von Gepeckh 1623 ein neues Bild für den Hochaltar seines Doms bestellte, ging der Auftrag an Rubens nach Antwerpen. Was zurückkam, ist über fünfeinhalb Meter hoch. Rubens malt die Vision aus der Offenbarung des Johannes, die Frau, mit der Sonne bekleidet und den Mond unter den Füßen, bedroht vom siebenköpfigen Drachen, während Gottvater sie und ihr Kind in Sicherheit bringt. Maria tritt dabei auf eine Schlange, das Zeichen der Ketzerei. Im Bayern Maximilians I., unter dem Maria zur Schutzpatronin des Landes berufen wurde, verstand das jeder sofort. Rechts unten ist der Freisinger Dom selbst ins Bild gesetzt. Den Dreißigjährigen Krieg bekam auch dieses Bild zu spüren. Zum ersten Mal erwähnt wird es 1632, als man es vor den anrückenden Schweden in Sicherheit brachte. Bis zur Säkularisation blieb es in Freising und kam 1804 nach München. Auf dem Hochaltar des Doms steht heute eine Kopie.




