
Die Madonna am Brunnen
Details
Die Geschichte
Unten rechts, auf einem kleinen Steintäfelchen, hat Jacopo de' Barbari einen Vers des römischen Dichters Ovid abgeschrieben. Er stammt aus den Amores, aus dem Gedicht, in dem Ovid seinen Kritikern antwortet, und sagt, dass der Neid sich von den Lebenden nährt und nach dem Tod verstummt, wenn jeden der Ruhm schützt, den er verdient hat. Darunter setzte er seine Initialen.
Das Übrige ist eine stille Andachtsszene, bemessen für einen privaten Raum. Maria hält das Kind zwischen zwei Heiligen, Johannes dem Täufer mit dem Spruchband Ecce Agnus Dei, siehe, das Lamm Gottes, und Antonius dem Einsiedler aus der Wüste. Der Louvre datiert das Bild nur grob, etwa zwischen 1475 und 1525. Es war auf Holz gemalt und wurde später auf Leinwand übertragen. Vor 1861 befand es sich bei der Familie Galichon in Paris, und Roger Galichon vermachte es 1918 dem Louvre.

