
Georges Seurat · PD
Die Gießkanne - Garten in Le Raincy
Details
Die Geschichte
Einmal in der Woche fuhr Seurats Vater nach Paris, um seine Frau und die Kinder zu besuchen. Er selbst lebte draußen in Le Raincy, etwa 15 Kilometer östlich der Stadt, und der Ort war damals noch jung. Das Land hatte als Park der Familie Orléans gehört, der Familie von König Louis-Philippe, bis der Staat es 1852 einzog. Danach entstanden zwischen den alten Bäumen Villen, und erst 1869 wurde daraus eine eigene Gemeinde. Um 1883 malte Seurat in einem ummauerten Garten dort diese kleine Holztafel, kaum größer als ein Taschenbuch, mit einem Weg, der Gartenmauer und einer grauen Gießkanne am Rand des Rasens. Sein eigentliches Vorhaben in diesem Jahr war ein großes Bild junger Männer beim Baden in der Seine, die „Badenden in Asnières“. Die Tafel blieb in der Familie, bei seinem Schwager Léon Appert, und kam 1999 als Vermächtnis des amerikanischen Sammlers Paul Mellon nach Washington.




