
Gustave Courbet · PD
Die Weizensieberinnen
Details
Die Geschichte
Courbet malte diese Szene im Winter 1853 bis 1854 in seinem Heimatort Ornans, zu einer Zeit, als die französische Kunst noch Göttinnen und Historienhelden erwartete. Er stellte stattdessen die Feldarbeit ins Zentrum: drei Figuren beim Sieben des Getreides, lebensgroß, ohne jede Beschönigung. Die Modelle kamen aus seiner eigenen Familie. Die beiden Frauen sind seine Schwestern Zoé und Juliette, der Junge, der neugierig in den Kasten der Getreidereinigungsmaschine späht, ist sein unehelicher Sohn Désiré Binet. In der Mitte kniet eine junge Frau im roten Kleid und schwingt das flache Sieb, sodass die Spreu vom Korn fällt. Das Museum der schönen Künste in Nantes kaufte das Bild 1861.




