
Gustave Courbet · PD
Der verwundete Mann
Details
Die Geschichte
Röntgenaufnahmen haben dieses Selbstbildnis als eine Art Tagebuch entlarvt. Courbet begann es um 1844 als junger Mann. Damals lehnte an seiner Schulter eine Frau, wahrscheinlich Virginie Binet, seine Gefährtin über viele Jahre. Der Maler schläft, sie ruht an ihm, eine friedliche Szene unter einem Baum. Dann zerbrach die Beziehung. Um 1854 übermalte Courbet die Frau, legte ihm ein Schwert an die Seite und setzte über das Herz einen roten Fleck, eine Wunde. Aus dem schlummernden Paar wurde ein Verwundeter, der allein im Wald liegt. Wer heute im Musée d'Orsay davorsteht, sieht nur den einsamen Mann. Die Frau ist noch da, aber unter der Farbe.




