Der junge heilige Benedikt repariert auf wundersame Weise das zerbrochene Sieb
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Die Geschichte
Das erste Wunder im Leben Benedikts von Nursia war ein kleines, häusliches. Gregor der Große erzählt es so: Die alte Amme des Jungen hatte ein tönernes Getreidesieb geliehen, um Korn zu reinigen, und es rutschte vom Tisch und zerbrach in zwei Teile. Sie weinte, und Benedikt, von ihren Tränen gerührt, betete über den Scherben, bis das Sieb wieder heil war, ohne jede Spur des Bruchs. Die Leute von Enfide hängten das geheilte Sieb an ihre Kirchentür, wo es jahrelang blieb. Niccolò di Pietro verlegt das Wunder in einen prächtigen norditalienischen Palast der Spätgotik, mit Loggien, Dreipassbögen und Marmorintarsien. Es ist eine von vier Szenen aus Benedikts Leben, die er um 1415 bis 1420 malte. Drei hängen hier in den Uffizien, die vierte im Poldi Pezzoli in Mailand.

