Dreiteiliger Paravent mit Wolken und Blumen
Details
Die Geschichte
Um 1918 bemalte Charley Toorop drei hohe Leinwandbahnen, jede gut anderthalb Meter hoch, und ließ sie in einen hölzernen Paravent fassen, ein Möbel, mit dem man einen Raum unterteilt. Darauf leuchtet ein schräger Wolkenstreifen in einer Dämmerlandschaft, im Vordergrund kreuzen sich zwei kantige Äste, und links gleiten die Formen ins Abstrakte, bis man sie kaum noch benennen kann. Das Spiel aus leuchtenden und dunklen Tönen ist typisch für den niederländischen Expressionismus jener Jahre, und die Blume mit den hängenden Blütenblättern war womöglich als Zeichen der Vergänglichkeit gedacht. Für die eigene Wohnung war der Paravent offenbar nie bestimmt. 1919 war er zum ersten Mal im Stedelijk Museum zu sehen und stand dort zum Verkauf, und es sollte noch 30 Jahre dauern, bis das Museum selbst ihn erwarb.



