
Drei Regentinnen und die „Hausmutter“ des Amsterdamer Leprosenhauses
Details
Die Geschichte
1624 bestellten die Vorsteher des Amsterdamer Leprosenhauses Bildnisse für ihr eigenes Sitzungszimmer, eines der Männer und dieses der Frauen. Drei Regentinnen sitzen hier mit der Hausmutter, die den Haushalt im Alltag führte. Erst 2024 bekamen alle wieder ihre Namen: Trijntje ten Bergh, Anna Willekens und Trijntje Felincx, dazu die Hausmutter Marritje Roelofs. Hinter ihnen hängt ein Bild im Bild, die Geschichte vom armen Lazarus und dem reichen Mann aus dem Evangelium. Lazarus ist der Bettler voller Geschwüre, der vor dem Tor des Reichen lag und nicht einmal die Brosamen von dessen Tisch bekam, und sein Name war seit Langem mit der Pflege der Aussätzigen verbunden. Valckert signierte die Tafel und datierte sie 1624. 1860 kam sie ins Rathaus, und seit 1885 hat die Stadt Amsterdam sie dem Rijksmuseum geliehen.
