
Werner van den Valckert
Republik der Sieben Vereinigten Provinzen · Barock
Die Geschichte
1617 lehnt sich ein Mann aus einem gemalten Fenster. In der einen Hand hält er einen Goldring mit Stein, die andere ruht auf einem dunklen Probierstein, mit dem man den Feingehalt von Gold und Silber prüfte. Dargestellt ist wahrscheinlich Bartholomeus van Assendelft, ein Goldschmied, der genau in diesem Jahr zum Prüfmeister der Leidener Goldschmiedezunft ernannt wurde. Der Maler war Werner van den Valckert.
Valckert wurde zwischen etwa 1580 und 1585 geboren, wahrscheinlich in Den Haag oder in der Nähe, und gehörte dort der Malergilde an. Um 1612 schuf er eine Gruppe von Radierungen, womit er zu den frühesten niederländischen Radierern zählt, gab die Technik aber bald wieder auf. Um 1613 zog er nach Amsterdam, und ein großer Teil seines bekannten Werks zeigt die Einrichtungen dieser Stadt. 1624 malte er die Regentinnen des Amsterdamer Leprosenhauses mit ihrer Hausmutter, 1625 eine Kompanie der Bürgerwehr unter Hauptmann Albert Burgh, dem späteren Bürgermeister der Stadt. Außerdem entwarf er das Titelblatt für die Ausgabe von 1618 des Schilder-boeck, des Buchs der Künstlerleben des Malers und Schriftstellers Karel van Mander.
Darüber hinaus weiß man wenig über ihn. Der letzte Nachweis Valckerts ist eine Steuerzahlung für sein Amsterdamer Haus im Jahr 1627, sein Todesdatum ist ungewiss.

