
Wilhelm Leibl · PD
Drei Frauen in der Kirche
Details
Die Geschichte
Um 1881 arbeitete Wilhelm Leibl schon seit Jahren an einem Bild, das in einer wirklichen Dorfkirche in Berbling bei Bad Aibling entstand. Diese Langsamkeit ist wichtig. Die Szene ist schlicht: drei Frauen in einer Kirchenbank. Eine liest, eine senkt den Blick, eine faltet die Hände zum Gebet. Trotzdem beschäftigte ihn das Werk von 1878 bis 1882, und Quellen aus der Kirche selbst verbinden es noch heute mit genau diesem Ort. Sie erwähnen auch das schwierige Licht im Innenraum. So erklärt sich die dichte, gedämpfte Ruhe des Gemäldes. Leibl zeigt keine Heiligen, kein Wunder und keine dramatische Handlung. Übrig bleiben drei verschiedene Formen der Andacht in Sonntagstracht, in der Pfarrkirche Heilig Kreuz.