
Die gefangene Timokleia wird vor Alexander geführt
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Die Geschichte
Um 1615 ließ Kardinal Alessandro Peretti Montalto, ein Großneffe Papst Sixtus’ V., den Hauptsaal des Palastes in der Familienvilla ausmalen, einem weitläufigen Gartengelände neben den Ruinen der Diokletiansthermen, noch innerhalb der Mauern Roms. Domenichino lieferte dieses Oval, auf Holz gemalt. Die Geschichte stammt aus Plutarchs Alexanderbiographie. Als Alexanders Heer 335 v. Chr. Theben plünderte, drang ein thrakischer Offizier in das Haus der vornehmen Timokleia ein, tat ihr Gewalt an und verlangte ihr Gold. Sie führte ihn zu einem Brunnen im Garten, und als er sich hinabbeugte, stieß sie ihn hinein und steinigte ihn. Gefesselt vor Alexander gebracht, sagte sie ihm, ihr Bruder sei bei Chaironeia als Feldherr der Thebaner gegen seinen Vater gefallen. Alexander ließ sie und ihre Kinder frei.
Aufrecht und gefasst steht sie in der Mitte, Alexander zeigt von seinem Sitz auf sie, Soldaten führen hinter ihr die Kinder heran. Die Villa gibt es nicht mehr. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wich sie dem Bahnhof Termini und den Straßen ringsum. Das Bild war längst fort, 1685 an Ludwig XIV. verkauft, und 1768 übertrug man es von seiner Holztafel auf Leinwand.




