Turiner Papyruskarte

Turiner Papyruskarte


Details

Künstler
Amunnacht
Jahr
-1152
Technik
Tinte und Pigmente auf Papyrus
Gattung
Zeichnung
Maße
41 × 282 cm

Die Geschichte

Im dritten Regierungsjahr Ramses’ IV., in den 1150er Jahren v. Chr., zog eine gewaltige Expedition ins Wadi Hammamat, das Wüstental zwischen Nil und Rotem Meer. Gesucht war Bechen-Stein, ein dunkelgrünlicher Stein für königliche Statuen, und eine Felsinschrift vor Ort zählt 8368 Mann. Die Forschung bringt diesen Papyrus mit dem Unternehmen in Verbindung. Er zeigt einen Abschnitt des Wadis, mit Süden oben, also in der Richtung, aus der der Nil kommt.

Die Berge zu beiden Seiten des Tals sind in Seitenansicht gezeichnet. Manche sind rosa, nach dem Museum Sedimentgestein und rosa Granit, andere schwarz, für vulkanisches und metamorphes Gestein. Beischriften in hieratischer Schrift bezeichnen Wege, einen Steinbruch, Goldvorkommen, einige Häuser, eine Kapelle des Amun und eine Stele Sethos’ I. Damit das Tal auf die lange Rolle passte, hat der Zeichner seine Windungen begradigt. Das Museum hält ihn für Amunnacht, den Schreiber der Arbeiter an den Königsgräbern in Deir el-Medina, und nennt das Blatt eine der frühesten bekannten geografischen Karten. Die Geologen James Harrell und Max Brown glichen sie 1992 mit dem Gelände ab und bezeichneten sie als älteste erhaltene geologische Karte der Welt.

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