Türkisches Café

August Macke · PD

Türkisches Café


Details

Künstler
August Macke
Jahr
1914
Technik
oil paint
Gattung
Gemälde
Maße
35,5 × 25 cm

Die Geschichte

Im April 1914 ging Macke in Tunis an Land, zusammen mit Paul Klee und Louis Moilliet. Zwei Wochen blieben ihnen. Sie fuhren hinauf nach Sidi Bou Said über der Bucht, nach Hammamet, ins Landesinnere nach Kairouan, und dort schrieb Klee in sein Tagebuch, die Farbe habe ihn, er müsse ihr nicht mehr nachjagen, er sei Maler.

Vor Ort arbeitete Macke in Aquarell und Bleistift. Die Ölbilder entstanden erst wieder zu Hause in Bonn, dieses Motiv gleich zweimal. Moilliet erinnerte sich später, es sei der überdachte Eingang am Fuß der Treppe zum Café des Nattes in Sidi Bou Said gewesen, mit der gestreiften Markise und einem Mann im Fes, der mit dem Rücken zur Gasse sitzt.

Im Titel steht türkisch. Tunesien war 1914 französisches Protektorat, sein Bey zuvor Vasall des osmanischen Sultans, und europäische Maler gebrauchten das Wort damals großzügig für diese ganze Welt. Die Tafel ist klein, etwa 25 mal 35 Zentimeter, Öl auf Holz, unten signiert und datiert. Das Kunstmuseum Bonn kaufte sie 1949 gemeinsam mit Mackes Seiltänzer, und mit diesen beiden Bildern beginnt seine Sammlung.

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