
Wucherer mit einer weinenden Frau
Details
Die Geschichte
Im April 1874 wurde dieses Bild im Pariser Auktionshaus Drouot für 40.000 Francs versteigert. Sieben Jahre zuvor hatte es im selben Haus 8.400 gebracht, in einer Zeit, in der Pariser Sammler holländische Alltagsszenen besonders schätzten.
Gabriel Metsu malte es 1654 in seiner Heimatstadt Leiden und signierte es auf einem Zettel links. Eine weinende Frau hält einem alten Geldverleiher ein Schriftstück hin, er sitzt ungerührt über seinen Münzen und seiner Geldtruhe. Das Museum hält es für möglich, dass man das Bild damals als Mahnung an beide Seiten las, an die Schuldnerin wie an den Verleiher, in einer Gesellschaft, die Sparsamkeit hochhielt.
1880 erwarb es der Bostoner Stanton Blake bei der Versteigerung der Sammlung des Fürsten Paul Demidoff in seiner Villa San Donato bei Florenz. Nach Blakes Tod kaufte das Museum es 1889 gemäß seinem Testament.




