
Paul Gauguin, Vairumati, 1897. Wikimedia Commons. · PD
Vairumati
Details
Die Geschichte
1897 lebte Gauguin wieder auf Tahiti, krank und tief verschuldet. Gerade hatte ihn die Nachricht erreicht, dass seine Lieblingstochter Aline mit zwanzig Jahren in Europa gestorben war. In denselben Monaten arbeitete er an dem riesigen Bild mit der Frage, woher wir kommen und wohin wir gehen, und malte daneben diese sitzende Gestalt. Vairumati ist eine Figur aus tahitianischen Erzählungen, eine schöne Frau, die als Urahnin des Inselvolkes galt und mit der heiligen Gesellschaft der Areoi verbunden war. Hinter ihr sind zwei Frauen mit entblößtem Oberkörper und Früchte zu erkennen. Vorn hält ein weißer Vogel eine kleine Eidechse in den Krallen, ein Motiv, das in Gauguins Werk jener Jahre wiederkehrt. Die warmen Farben und die ruhigen Linien geben der Szene die Festigkeit eines alten Bildes.




