
Titian · PD
Venus Anadyomene
Details
Die Geschichte
Um 1520 war Tizian ein junger Maler in Venedig, einer Stadt, die über den Handel eng mit der Antike und ihren Bildern verbunden war. Hier greift er einen uralten Stoff auf: Venus, die Göttin der Liebe, steigt aus dem Meer, in dem sie der Sage nach geboren wurde, und wringt das Wasser aus ihrem rotblonden Haar. Unten links liegt eine Muschel, der Hinweis auf ihre Geburt aus dem Schaum, wie ihn schon griechische Dichter beschrieben. Anders als spätere, glatt idealisierte Aktbilder wirkt diese Venus schwer und lebendig, mit der Wärme eines wirklichen Körpers. Später besaß die schwedische Königin Christina das Bild; heute hängt es in Edinburgh, das es 2003 für mehr als 11 Millionen Pfund erwarb.




