
Venus, Amor und ein Satyr
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Die Geschichte
Tizian, Veronese, Padovanino: Diese Venus hat im Lauf der Jahrhunderte mehrere Maler gehabt. Der junge Flame Anthonis van Dyck, der Anfang der 1620er-Jahre in Rom zeichnete, hielt sie für einen Tizian und notierte das neben seiner Skizze. Im Inventar der Familie Borghese von 1693 steht dagegen Veronese. Heute sieht das Museum in dem Bild eine späte Ableitung von einem verlorenen Gemälde Tizians, das einst ein Sammler in Padua besaß, und nennt mit Fragezeichen Alessandro Varotari, genannt Padovanino, oder seinen Umkreis. Vermutlich kam die Leinwand 1608 mit Gemälden aus dem Besitz des Kardinals Paolo Emilio Sfondrato in die Sammlung. Venus sitzt halb bedeckt da, einen Pfeil in der Hand, neben ihr zwei weiße Tauben, während Amor sich mit seinem Bogen an ihre Schulter lehnt. Hinter den beiden stemmt ein dunkler Satyr einen Obstkorb über den Kopf, genau jene Figur, die auf das Vorbild aus Padua zurückgeht.