
Siegreicher Knabe
Details
Die Geschichte
Seit 632 v. Chr. gab es bei den Olympischen Spielen auch Wettkämpfe für Knaben, zuerst Lauf und Ringen, später auch Faustkampf. Ein siegreicher Knabe durfte im Heiligtum von Olympia eine Bronzestatue von sich aufstellen lassen, bezahlt meist von seiner Familie oder seiner Heimatstadt. Als der Reiseschriftsteller Pausanias im 2. Jahrhundert n. Chr. durch das Heiligtum ging, zählte er noch mehrere Knabensieger auf, deren Statuen Polyklet aus Argos geschaffen hatte, einer der meistbewunderten Bildhauer des 5. Jahrhunderts v. Chr.
Dieser Marmor ist die römische Kopie einer solchen Statue, eines siegreichen Knaben aus dem Umkreis Polyklets, entstanden um 410 v. Chr. Das Bronzeoriginal ist verloren. An der Kopie fehlen beide Arme und die Unterschenkel, und den linken Arm stützte der Knabe wohl einst auf einen Pfeiler.




