
Jacob van Ruisdael · PD
Ansicht von Haarlem mit Bleichfeldern
Details
Die Geschichte
Ruisdael malte diese Ansicht von Haarlem, seiner Heimatstadt, um 1670, von einer niedrigen Düne aus, die ihm erlaubte, fast zwei Drittel des Bildes dem Himmel zu überlassen. Unten, über die Felder verstreut, liegen lange helle Rechtecke. Das ist Leinen, auf dem Gras ausgebreitet, um an Sonne und freier Luft zu bleichen. Im 17. Jahrhundert war Haarlem in ganz Europa für das Bleichen von Tuch berühmt, und Händler schickten ungebleichtes Leinen von so weit her wie aus Deutschland. Am Horizont ragt der Turm der großen Bavokirche über die Dächer, von Windmühlen umstanden. Ruisdael malte so viele dieser weiten, himmelsschweren Haarlem-Ansichten, dass Sammler ihnen einen liebevollen Namen gaben, haarlempjes, kleine Haarlems.




