
Paul Signac · PD
Blick auf das Goldene Horn in Konstantinopel
Details
Die Geschichte
Im Frühjahr 1907 reiste Signac nach Konstantinopel, in eine Stadt kurz vor dem Umbruch. Sultan Abdülhamid II. regierte noch, die Zensur las jede Zeitung mit, und ein Jahr später zwang ihn die jungtürkische Bewegung zurück unter die Verfassung. Auf der Leinwand ist davon nichts zu sehen. Signac saß am Ufer des Goldenen Horns, jener Bucht, die die Altstadt vom Hafenviertel Galata trennt, und arbeitete dort in Aquarell. Die Ölbilder entstanden erst danach im Atelier, aus den Notizen des Tages. Ungefähr zwölf Leinwände hat er aus dieser Reise mitgebracht, alle mit demselben Wasser und derselben Silhouette aus Kuppeln und Minaretten dahinter. Die Farbe setzt er in getrennten, fast rechteckigen Strichen nebeneinander, so dass die Bucht aus lauter kleinen Farbfeldern besteht.




