
Ansicht der Villa Borghese
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Die Geschichte
Im Jahr 1636 stand die Villa noch keine 30 Jahre. Kardinal Scipione Borghese, der Neffe von Papst Paul V., hatte sie vor den Toren Roms errichten lassen und war drei Jahre zuvor gestorben. Nun hielt der Straßburger Miniaturmaler Johann Wilhelm Baur das Gebäude auf einem Pergament von 30 mal 45 Zentimetern fest. Die Fassade leuchtet weiß, übersät mit Statuen und Reliefs, und gilt dem Museum als wertvolles Zeugnis ihres Aussehens im 17. Jahrhundert. Davor drängen sich Kutschen, Reiter, Hunde und Gruppen von Herren in schwarzen Mänteln, denn die Villa war ein Treffpunkt der römischen Gesellschaft. Den Auftrag gab vielleicht Fürst Marcantonio II. Borghese, der Erbe des Kardinals. Signatur und Jahreszahl setzte Baur auf den Sockel des Brunnens links unten. Trotzdem führte ein Inventar von 1693 das Blatt unter dem Namen eines anderen Malers, erst 1790 bekam es seinen Urheber zurück.