Totenwache für den Pascha von Tanger

Totenwache für den Pascha von Tanger


Details

Jahr
1884
Technik
Öl
Maße
116 × 191 cm

Die Geschichte

1884 war Marokko noch ein unabhängiges Sultanat. Der Sultan hielt Hof im Landesinneren und ließ die fremden Gesandtschaften unten an der Küste sitzen, und damit war Tanger die einzige marokkanische Stadt, in der Europäer wirklich eingerichtet waren. Gemalt wurde das Bild für Paris, in den Salon ging es als La veillée du pacha.

Der tote Statthalter liegt auf einer Terrasse über der Stadt, barfuß, in Weiß, den Turban noch auf dem Kopf. Zwei Männer halten Wache. Einer kniet und liest im Koran, der andere hat aufgehört, irgendetwas zu tun. Etwas abseits sitzt ein Hund mit erhobenem Kopf. Die Nationalgalerie selbst weist auf das hin, was Besucher zuerst sehen, die Aufteilung der ganzen Fläche in tiefdunkle und blassgraublaue Zonen, und hoch im Himmel ist schwach der Mond zu erkennen.

Die Leinwand misst 116 mal 191 Zentimeter und kam als Geschenk des Sammlers Georgios A. Gaitanos nach Athen, nicht aus dem Nachlass des Malers.

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