
Maria mit Kind, sog. Krumauer Madonna
Details
Die Geschichte
Um 1400 gehörte Krumau in Südböhmen, tschechisch Český Krumlov, den Rosenbergern, einem der mächtigsten Adelsgeschlechter des Königreichs. Wo diese Madonna ursprünglich stand, weiß man nicht. Genannt werden die Stadtkirche St. Veit, die unter dem Patronat der Rosenberger stand, und das nahe Zisterzienserkloster Goldenkron. Sicher ist, dass die Figur 1910 in einem Krumauer Privathaus zum Vorschein kam, daher ihr Name, und dass sie 1913 für die österreichische Staatsgalerie in Wien erworben wurde. Seit 1922 steht sie im Kunsthistorischen Museum.
Maria hält das Kind mit beiden Händen tief vor dem Körper, und ihr Mantel fällt zu beiden Seiten in langen, schlaufenförmigen Falten herab. Der Stein ist ein Kalksandstein, von der Bemalung und Vergoldung, die ihn einst überzogen, sind nur Reste geblieben. Am genauesten beobachtet ist das Kind, ein rundliches, lebhaftes Baby, das an der Mutter vorbei nach draußen blickt.