
Vision des hl. Bernhard
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Die Geschichte
Christus hat die Arme vom Kreuz gelöst und beugt sich zu dem knienden Abt hinab, um ihn an sich zu ziehen. Die Kunstgeschichte nennt das Motiv Amplexus Bernardi, die Umarmung Bernhards. Es stammt aus einer Sammlung zisterziensischer Wunderberichte, die Herbert, ein Mönch aus Clairvaux, gegen Ende des 12. Jahrhunderts anlegte. Ein Mitbruder habe Bernhard allein in der Kirche vor einem Kruzifix beten sehen, als der Gekreuzigte ihn umfing. Bilder davon gibt es seit dem frühen 14. Jahrhundert. Die Tafel von etwa 1510, die das Belvedere der Werkstatt des Meisters von Pulkau zuschreibt, verlegt die Szene in einen Wald mit hohen Bäumen. Zwei fliegende Engel halten ein langes weißes Tuch. Unten liegen eine Mitra und ein rot-weiß geschachter Schild, das Wappen, das man Bernhard nachträglich beilegte und das die Zisterzienser führten.