
Heimsuchung Mariens
Details
Die Geschichte
Maria hat sich auf den Weg zu ihrer älteren Verwandten Elisabeth gemacht, beide erwarten ein Kind, und die zwei Frauen begegnen sich auf den Stufen einer gotischen Vorhalle und fassen einander an den Händen. Elisabeth trägt das weiße Kopftuch der verheirateten Frau, Maria im tiefblauen Mantel das blonde Haar offen. Dahinter hat der Maler einen glaubhaften Innenraum gebaut, mit Rippengewölben und hohen Maßwerkfenstern, und auf roten Säulen zwei kleine Steinfiguren aufgestellt, eine davon mit einem Schriftband. Rechts beginnt eine kleine Landschaft, ein Fels mit einem einzelnen Baum, und darüber liegt Blattgold, wo der Himmel wäre. Die Tafel war die Innenseite eines Altarflügels, zu sehen an Festtagen, wenn der Altar offen stand. Bis 1927 gehörte sie dem Stift Neukloster in Wiener Neustadt, südlich von Wien.

