
Zurückweisung des Opfers von Joachim und Anna
Details
Die Geschichte
Der Priester weist das Opfer zurück. Er beugt sich hinter dem Altar hervor und schiebt Anna an der Schulter hinaus, sie hebt die Hand, und Joachim tritt in seinem roten Mantel schon unter dem Bogen ins Freie. Nach der Legende galt das kinderlose Paar als unwürdig, im Tempel zu opfern. Der Maler verlegt den Tempel von Jerusalem in eine gewölbte gotische Kirche und setzt in die Glasfenster Wappen, darunter den rot-weiß-roten Bindenschild. Draußen kreisen Vögel über grünen Hügeln. Ins Museum kam die Tafel auf eigenem Weg: aus einem Salzburger Nachlass 1910 über das Wiener Auktionshaus Dorotheum und 1940 ans Kunsthistorische Museum, das zwei Tafeln desselben Altars schon seit 1927 besaß.

