Weihrelief mit Demeter und Kore

Weihrelief mit Demeter und Kore


Details

Künstler
Unbekannter griechischer Bildhauer (Klassik)
Technik
Marmor
Gattung
Skulptur
Maße
50,5 × 33 cm

Die Geschichte

Zwei Göttinnen stehen auf diesem Bruchstück nebeneinander, die eine mit einem Zepter, die andere mit einer Fackel. Wahrscheinlich sind es Demeter, die Göttin des Getreides, und ihre Tochter Kore, auch Persephone genannt. Der Stein war ein Weihgeschenk, von einem Gläubigen aus Dank oder mit einer Bitte aufgestellt. Auf der verlorenen linken Hälfte, so vermutete der Führer der Glyptothek von 1922, müsse man sich die herankommenden Adoranten denken. Das Relief stammt vermutlich aus Rhamnus an der Nordostküste Attikas.

Wann es entstand, ist umstritten. Manche datieren es ins letzte Viertel des 6. Jahrhunderts v. Chr., also noch in archaische Zeit. Der eigene Katalog des Museums zu den klassischen Weihreliefs von 1988 führt es als Nummer eins, und der Führer von 1922 nannte es eine schöne Arbeit aus der Schule des Phidias, des Bildhauers des Parthenon, was es mehr als ein halbes Jahrhundert später ansetzen würde. Entschieden ist die Frage nicht.

Die Glyptothek erwarb das Relief 1853 von dem österreichischen Diplomaten Anton Prokesch von Osten, der lange Jahre Gesandter seines Landes in Athen gewesen war.

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