
Berthe Morisot · PD
Weiße Blumen in einer Schale
Details
Die Geschichte
Lange Jahre gehörte dieses Bild Octave Mirbeau, dem französischen Romancier und Kritiker, der in der Presse für die Impressionisten stritt und dazu ein besessener Gärtner war. Mit Claude Monet tauschte er Samen, Zwiebeln und Stecklinge, und über Mirbeau fand Monet Félix Breuil, seinen Obergärtner in Giverny. Morisot malte diese weißen Blumen 1885. Es sind Reines-Marguerites, Sommerastern, und unter diesem Namen wurde das Bild im März 1896 in Paris gezeigt, in der Ausstellung ihres Werks ein Jahr nach ihrem Tod. Sie stellte die Blumen in eine Schale neben einen Krug, setzte sie mit vollem Pinsel in kurzen, schnellen Strichen hin und ließ an den Rändern die bloße Leinwand stehen. Stillleben machen nur einen kleinen Teil ihres Werks aus. Nach Mirbeaus Tod wurde das Bild im Februar 1919 in Paris verkauft, und 1925 erwarb es der Bostoner Sammler John Taylor Spaulding in New York.




