Wein, Weib und Gesang

Josef Danhauser · PD

Wein, Weib und Gesang


Details

Museum
Belvedere
Jahr
1839
Technik
Öl
Gattung
Gemälde
Maße
143 × 190 cm

Die Geschichte

„Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, der bleibt ein Narr sein Leben lang.“ Diesen Spruch, den man lange Martin Luther zuschrieb, schreibt im Hintergrund ein Maler an die Hauswand. Josef Danhauser malte die Szene 1839, im Wien Metternichs, als Zensur und Polizei das öffentliche Leben knapp hielten und das Bürgertum sein Vergnügen im Privaten suchte, beim Hauskonzert oder beim Ausflug aufs Land. Vor einem Bauernhaus sitzt eine Gesellschaft an langer Tafel, einer singt mit erhobenem Glas, hinter ihm spielt ein Geiger. An den beiden Tischenden trennen sich die Welten. Im Schatten sitzt ein vergrämter Junggeselle mit Zylinder, der sich laut Belvedere mit Zuckerwasser begnügt und bei der Musik nicht mitmacht. Im hellen Licht gegenüber lagert eine Familie, zu ihren Füßen Hüte, Tücher und Landschaftsbilder. Das Belvedere erwarb das Gemälde erst 1992.

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