
Francisco Goya · PD
Hexensabbat
Details
Die Geschichte
Um 1819 kaufte der fast 73-jährige, längst taube Goya ein Landhaus am Manzanares bei Madrid, die Quinta del Sordo. Was er dort in den folgenden Jahren malte, war für niemanden bestimmt: Er trug es direkt auf den Putz seiner Wohnräume auf. Diese Szene gehört dazu. Als schwarze Silhouette hockt der Teufel in Gestalt eines Ziegenbocks im Mondlicht und predigt einem Kreis verstörter Hexen. Spanien stand damals unter der bedrückenden Herrschaft Ferdinands VII., und der kranke, zurückgezogene Goya füllte seine eigenen Wände mit Aberglaube, Angst und Finsternis. Erst 1874, ein halbes Jahrhundert später, löste man die Malerei vom Putz und übertrug sie auf Leinwand. Am rechten Rand sitzt eine junge Frau abseits, die Hände in einem Muff, als hielte sie noch Abstand zum Sabbat.




