
Georges de La Tour · PD
Der Flöhe fangende Frau
Details
Die Geschichte
In den 1630er Jahren wurde Lothringen, das kleine Herzogtum, in dem La Tour lebte, vom Dreißigjährigen Krieg verwüstet, mit Heeren, Hunger und Seuchen. Von dieser Welt sagt das Bild unmittelbar nichts. Beim Schein einer einzigen Kerze beugt sich eine fast nackte Frau vor und zerdrückt einen Floh zwischen den Nägeln, eine ärmliche, alltägliche Geste der Körperpflege. Wer sie ist, weiß niemand sicher. Man hat in ihr die Magdalena gesehen, eine Schwangere, eine erschöpfte Magd. Zu Lebzeiten berühmt, geriet La Tour danach über zwei Jahrhunderte in Vergessenheit. Als sein Werk wurde diese Leinwand erst 1955 erkannt.




