
Sailko · CC-BY-SA-3.0
Frau in schwarzem Kleid
Details
Die Geschichte
Wer sie war, weiß niemand. Modigliani malte sie 1917 in Paris, und der Name der Dargestellten ist nicht überliefert. Sie sitzt als Halbfigur vor einem flachen grauen Grund, in schwarzem Kleid, die Hände im Schoß übereinandergelegt. Das Genfer Museum, das die Leinwand verwahrt, benennt sie nach diesen Händen, Les Mains croisées. Der ältere Titel lautete Femme en robe noire, Frau im schwarzen Kleid.
Auf den Markt kam das Bild rasch. Am 29. Oktober 1927, keine acht Jahre nach dem Tod des Malers, lag es als Losnummer 108 in einer Auktion moderner Bilder im Pariser Hôtel Drouot. Zwei Jahre darauf war es in einem New Yorker Buch über Modigliani abgebildet, zu einer Zeit, als seine Preise längst weit über dem lagen, was er zu Lebzeiten je bekommen hatte. Seit 1988 hängt es in Genf, als Leihgabe einer privaten Stiftung.




