
Pieter de Hooch · PD
Frau beim Entenrupfen
Details
Die Geschichte
Als Pieter de Hooch dieses Bild 1675 malte, lagen die sonnendurchfluteten Delfter Höfe, die seinen Ruhm begründet hatten, längst hinter ihm. Er lebte inzwischen in Amsterdam, und seine Malerei war stiller und dunkler geworden, hin zu Innenräumen wie diesem. Das Motiv könnte kaum schlichter sein: Eine Frau sitzt da, eine Ente auf dem Schoß, und rupft ihr von Hand die Federn, während die losen Daunen das wenige Licht auffangen. Das war gewöhnliche Hausarbeit in einem niederländischen Haushalt, der unscheinbare Schritt zwischen Markt und Tisch. De Hooch schenkt ihr dieselbe geduldige Aufmerksamkeit, die er einst hellem Backstein und offenen Türen gab. Solche häuslichen Szenen malte er in Amsterdam bis zu seinem Tod 1684.




