Frau, die eine Mandoline stimmt

Frau, die eine Mandoline stimmt


Details

Künstler
Gabriel Metsu
Museum
Uffizien
Jahr
1658
Technik
Öl

Die Geschichte

Um 1658 war die Niederländische Republik wohlhabend genug, dass in der guten Stube eines Kaufmanns durchaus eine Laute oder Mandoline lag, und für genau solche Räume malte Metsu seine kleinen Bilder. Eine fein gekleidete Frau stimmt hier ihre Mandoline, die Finger an den Wirbeln, der Blick irgendwo an den Saiten vorbei. Für einen damaligen Betrachter war das Instrument selten bloß ein Instrument. Musik stand für Liebe und Werben, eine verstimmte Saite für ein Herz, das noch nicht im Einklang ist, und so trug das leise Stimmen gleich einen zweiten Sinn. Seitlich spielt ein Junge mit einem Hund, eine alltägliche Note, die die Szene davor bewahrt, zur reinen Allegorie zu werden. Das Täfelchen ist winzig, kaum größer als ein Blatt Papier, eine jener fein ausgeführten Kabinettarbeiten, die Florentiner Sammler schätzten. So gelangte es in die Uffizien.

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