
Waldlandschaft
Details
Die Geschichte
Klappt man diesen Altar zu, ist kein einziger Mensch mehr zu sehen. Die beiden Außenflügel zeigen einen durchgehenden Wald, ohne Heilige, ohne Stifter, ohne Geschichte, und gehören damit zu den frühesten niederländischen Tafeln, die ganz der Landschaft gewidmet sind. Auf diesem rechten Flügel waten ein Ochse und ein Esel durch einen flachen Tümpel zwischen den Bäumen. Was sie bedeuten, zeigte sich erst beim Öffnen. Innen stehen dieselben beiden Tiere an der Krippe einer Geburt Christi. Das Mauritshuis verbindet den Wald mit einer Stelle beim Propheten Jesaja, die als Ankündigung des Messias gelesen wurde und diejenigen seligpreist, die an allen Wassern säen und Rind und Esel frei laufen lassen. Gerard David malte das Triptychon um 1510 bis 1515 in Brügge. 1928 kaufte es der New Yorker Sammler Jules Bache vollständig, wenige Jahre später wurden die Waldflügel abgenommen und an den Kunsthandel zurückgegeben. Das Rijksmuseum erwarb sie 1932 und hat sie seit 1948 an das Mauritshuis verliehen, die Geburt Christi befindet sich heute im Metropolitan Museum.




