
Edvard Munch · PD
Arbeiter auf dem Heimweg
Details
Die Geschichte
Als die Schirn Kunsthalle in Frankfurt 2012 die Ausstellung „Edvard Munch. Der moderne Blick“ zeigte, ging es um Munchs Interesse an Fotografie und Film, und dieses Bild gehörte zu ihren Beispielen. Arbeiter kommen nach Schichtende eine Straße herunter, geradewegs auf uns zu, auf einer Leinwand von gut zwei Metern Breite. Die vorderen Männer wirken riesig und schwer in den Schultern, als sähe man sie aus nächster Nähe. Rechts unten ist einer so dünn gemalt, dass die Straße durch seinen Körper hindurchscheint, ähnlich wie bei einer Doppelbelichtung. Munch begann das Bild 1913. Im Juli desselben Jahres erließ Norwegen sein erstes Kinogesetz, das jede öffentliche Filmvorführung an eine Genehmigung der Gemeinde band. Bewegte Bilder waren damals neu genug, um den Gesetzgeber zu beunruhigen. Das Gemälde blieb bis zu Munchs Tod 1944 in seinem Besitz und ging mit seinem Nachlass an die Stadt Oslo.




