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Die jungen Damen am Ufer der Seine
Details
Die Geschichte
Als Courbet dieses Bild 1857 im Pariser Salon zeigte, war das Publikum empört. Man war gewohnt, halb entkleidete Frauen als Göttinnen oder Nymphen in einer erdachten Traumlandschaft zu sehen. Courbet malte stattdessen zwei ganz gewöhnliche Städterinnen, die an einem heißen Sommertag am Ufer der Seine im Gras liegen. Die vordere hat sich bis aufs Unterkleid ausgezogen und blickt den Betrachter träge und offen an, ein Handschuh und ein abgelegter Hut liegen daneben. Nichts erhebt die Szene ins Ideale, es ist ein müßiger Nachmittag zweier Frauen, deren Stellung in der Gesellschaft bewusst offenbleibt. Genau diese Nüchternheit machte Courbet zum Anführer des Realismus. Im Wasser hinter ihnen wartet ein leerer kleiner Kahn.




