
Junge Frau beim Bügeln
Details
Die Geschichte
Um 1800 wurde in Paris die Wäsche von Hand gewaschen und geplättet, von Frauen, die dafür bezahlt wurden. Boilly malt eine von ihnen an ihrem Tisch, so genau, als würde er ein Inventar aufnehmen. Das Museum verweist auf die Einzelheiten, eine Wasserkaraffe, einen glasierten Tonkrug und ein Kohlebecken, in dem die Glut glimmt. Darauf wurden die Bügeleisen erhitzt. Ein Eisen jener Zeit war ein massiver Metallblock ohne eigene Wärme, und so ging die Arbeit immer hin und her zwischen Feuer und Stoff.
Diese Art kleiner, genauer Alltagsbilder hatte Boilly bei den holländischen Malern des 17. Jahrhunderts gelernt. Signiert hat er rechts unten, das L und das B seines Namens ineinandergefügt.
Wer das Bild zuerst besaß, ist unsicher. Nach Angaben von Sotheby's könnte es der Basler Sammler Nikolaus Reber-Passavant in Paris für die Familie Burckhardt gekauft haben. Bei ihren Nachkommen in Basel blieb es bis zu einer Londoner Auktion 1981, und zwei Jahre später erwarb es das Museum.

