Basilika Sant'Agostino in Campo Marzio

Basilika Sant'Agostino in Campo Marzio

Rom, Italien · Website


Die Geschichte

In der ersten Kapelle links in Sant'Agostino, einer noch heute von Augustinern betreuten Kirche wenige Straßen nördlich der Piazza Navona, knien zwei Pilger an einer Türschwelle. Die Fußsohlen des Mannes zeigen zum Betrachter, nackt und dunkel vor Schmutz. Das ist Caravaggios Madonna di Loreto, gemalt zwischen etwa 1604 und 1606 für die Kapelle der Cavalletti, einer römischen Adelsfamilie. Die Jungfrau steht barfuß auf der Stufe, das Kind auf dem Arm, kaum vornehmer als das Paar vor ihr. Giovanni Baglione, ein rivalisierender Maler, der Caravaggio wegen Verleumdung vor Gericht gebracht hatte, schrieb, bei der Enthüllung habe das einfache Volk lärmend darüber hergezogen.

Das Bild ist nur einer von mehreren Gründen für einen Besuch. An einem Pfeiler des Langhauses malte Raffael 1512 den Propheten Jesaja, in denselben Jahren, in denen er auch an den päpstlichen Gemächern im Vatikan arbeitete. Gleich hinter dem Hauptportal sitzt die Madonna del Parto, die Madonna der Geburt, eine Marmorfigur des Bildhauers Jacopo Sansovino, vollendet um 1521. Römerinnen und Römer beten seit Jahrhunderten zu ihr, und die Wand um sie herum ist mit silbernen Votivgaben bedeckt. Die Reliquien der heiligen Monika, der Mutter des Augustinus, ruhen in einer Kapelle neben dem Hochaltar. Sie wurden 1430 aus Ostia, dem alten Hafen Roms, hierher gebracht.

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Sammlung

1 Werk