
Die Geschichte
Der Maler Lucas Cranach der Ältere, Hofmaler der sächsischen Kurfürsten, trug schon im Namen die Stadt, aus der er stammte, Kronach in Oberfranken. Über der Stadt erhebt sich die Festung Rosenberg, eine gewaltige Anlage der Fürstbischöfe von Bamberg, und seit 1983 beherbergt ein Teil davon die Fränkische Galerie, das älteste Zweigmuseum des Bayerischen Nationalmuseums in München.
Von März bis Oktober zeigt die Galerie rund 220 Gemälde und Skulpturen aus ganz Franken, spätgotische Werke und Kunst der Renaissance aus Bamberg, Nürnberg und Würzburg. Zu sehen sind Tafeln aus der Pleydenwurff-Werkstatt, Bilder des Dürer-Schülers Hans von Kulmbach und Schnitzwerke aus der Würzburger Werkstatt des Bildhauers Tilman Riemenschneider. Am Ende des Rundgangs steht eine Gruppe von Werken Cranachs und seines Umkreises, die 2020 erweitert wurde. Dazu gehört eine kleine Tafel mit Diana und Aktaeon von etwa 1540, auf der die Göttin den Jäger in einen Hirsch verwandelt, ein Werkstattbild, dessen Malweise auf Cranachs Sohn Lucas den Jüngeren weist.
