
Antonio da Correggio · PD
Beweinung Christi
Details
Die Geschichte
1524 hatte Correggio gerade die gewaltige Kuppel von San Giovanni Evangelista in Parma vollendet, als ihn ein Benediktinermönch, Placido del Bono, um diese Tafel für eine kleine Familienkapelle derselben Kirche bat. Christus, eben vom Kreuz genommen, sinkt mit dem Kopf in den Schoß seiner Mutter zurück, Hände und Füße noch von den Nägeln verkrampft. Maria wird ohnmächtig, die Frauen drängen sich dicht an sie. Correggio zieht die Szene tief und in die Breite, sodass der Schmerz sich fast auf Armlänge abzuspielen scheint. Diese beinahe körperliche Ergriffenheit war ihrer Zeit voraus und weist auf das Pathos voraus, dem die Maler ein Jahrhundert später nachgehen sollten. Die Tafel blieb bis 1796 in der Kapelle, dann brachten französische Truppen sie nach Paris; rund 20 Jahre später kehrte sie nach Parma zurück.




