
Sailko · CC-BY-SA-4.0
Venus
Details
Die Geschichte
Im Sommer 2016 bekam diese Venus Besuch aus Berlin. Die Gemäldegalerie lieh ihre eigene Venus nach Turin, und rund zwei Monate hingen die beiden in der Galleria Sabauda nebeneinander, zum ersten Mal gemeinsam in Italien. Es sind zwei von drei erhaltenen Leinwänden, auf denen Botticellis Werkstatt die Göttin aus der „Geburt der Venus“ in den Uffizien herauslöste und für sich allein hinstellte. Die dritte gehört einer Genfer Privatsammlung. Nebeneinander fiel der Unterschied sofort auf. Die Berliner Venus ist ganz nackt. Die Turiner trägt einen Schleier, so durchsichtig, dass man fast nur seine feinen weißen Säume sieht. Er liegt über den Schultern, läuft wie Ärmel an den Armen hinab und ist vor der Brust gerafft. Im Scheitel sitzt eine Perle, Zöpfe fallen auf die Schultern, und sie steht auf einer grauen Steinstufe vor schwarzem Grund. Die meisten Fachleute schreiben einen großen Teil der Malerei einem Gehilfen zu, einige erkennen Botticellis eigene Hand. Der Turiner Industrielle Riccardo Gualino hatte das Bild 1920 gekauft, mit seiner Sammlung kam es später in die Galerie.





