
Die Geschichte
Kasama, eine Töpferstadt in der Präfektur Ibaraki nordöstlich von Tokio, war die Heimatstadt des Kunsthändlers Hasegawa Jin. Mit seiner Frau Rinko gründete er die Galerie Nichidō, eine Tokioter Galerie für japanische und westliche Malerei. Im November 1972, zum 45-jährigen Bestehen der Galerie und zu ihrer eigenen goldenen Hochzeit, eröffnete das Paar das Nichidō-Kunstmuseum Kasama auf dem Grundstück seines Elternhauses.
Der Französische Pavillon reicht vom Impressionismus bis zur École de Paris. Hier begegnen Besucher Van Goghs Straße bei Saint-Rémy mit einer Frau, die sie entlanggeht, gemalt, als er Patient der dortigen Heilanstalt war, und einer kleinen, frühen Versuchung des heiligen Antonius von Cézanne aus der Zeit um 1874. Monet, Renoir und Degas hängen gleich daneben, spätere Räume führen zu Matisse, Picasso, Chagall und Foujita.
Die eigentliche Besonderheit des Museums begann 1967, als Hasegawa befreundete Maler um Bilder bat, gemalt auf den Paletten, mit denen sie tatsächlich arbeiteten. Diese Sammlung umfasst heute rund 350 Paletten, etwa 220 davon in der Dauerausstellung. Draußen stehen in einem Skulpturengarten 19 Werke japanischer Bildhauer.
