
Die Geschichte
Henri Nannen verbrachte sein Berufsleben bei Zeitschriften. 1948 gründete er die Illustrierte Stern und war mehr als 30 Jahre ihr Chefredakteur, und die ganze Zeit über kaufte er Bilder. „Ich habe gesammelt, was mich erfreut hat, was mir wirklich unter die Haut ging“, sagte er. 1986 gaben er und seine Frau Eske dieser Sammlung ein Museum in Emden, der ostfriesischen Hafenstadt, in der er geboren war, und den Bau bezahlte er aus seinem eigenen Vermögen.
Was er kaufte, war vor allem deutscher Expressionismus, Maler der Brücke und des Blauen Reiters. Zu den Höhepunkten gehören Franz Marcs Blaue Fohlen, gemalt 1913, ein Jahr vor dem Ersten Weltkrieg, in dem Marc fiel. Die Sammlung besitzt außerdem Werke von Emil Nolde, August Macke, Paula Modersohn-Becker und Oskar Kokoschka.
2000 schenkte der Münchner Galerist Otto van de Loo seine eigene Sammlung, die das Museum über das Jahr 1945 hinausführte, und das Haus wuchs in vier Bauabschnitten. Es ist bis heute eines der wenigen privat getragenen Museen in Deutschland, mit mehr als 1.500 Werken.
