
Die Geschichte
Léon Bonnat war einer der gefragtesten Porträtmaler im Paris des 19. Jahrhunderts, und einen Großteil des damit erworbenen Vermögens gab er für die Zeichnungen anderer aus. 1833 in Bayonne geboren, hinterließ er seiner Heimatstadt eine so reiche Sammlung, dass dieses kleine baskische Museum den Beinamen der kleine Louvre erhielt.
Ihr Herzstück sind eben jene Zeichnungen: Blätter von Leonardo, Michelangelo, Raffael, Dürer, Rembrandt und Ingres, aufgehängt neben Gemälden von Rubens, Van Dyck, El Greco und Goya. Bonnat begann in den 1890er-Jahren, die Werke Bayonne zu schenken, und das eigens dafür errichtete Museum wurde 1901 eröffnet.
2011 schloss es dann für eine Sanierung, die sich über 14 Jahre hinzog, und öffnete im November 2025 wieder mit mehr als 1.000 Werken, von Goya und El Greco bis zu Bonnats eigenen Bildnissen von Honoratioren der Dritten Republik.
Sammlung
8 Werke
Die Badende (Halbfigur)Jean-Auguste-Dominique Ingres, 1807
Die liebliche LandschaftPierre Puvis de Chavannes, 1882
Herkules' Hund entdeckt den tyrischen PurpurPeter Paul Rubens, 1636
Porträt des Herzogs von BenaventeEl Greco, 1590
Francisco Téllez-Girón, 10. Herzog von OsunaFrancisco Goya, 1816
Akademiestudie eines Mannes, der an einem Seil ziehtThéodore Géricault, 1812
Porträt des Léon BonnatEdgar Degas, 1863
Verzweifelte FrauJusepe de Ribera, 1638